Überproduktion in der Modebranche

Die Modeindustrie ist mitunter schnelllebig und während sie im Vordergrund bunt erstrahlt und funkelt, wachsen die Probleme im Hintergrund. Neben ausbeuterischen Arbeitsbedingungen ist eine der Langzeit-Baustellen die andauernde Überproduktion. Kollektionen wechseln monatlich – wenn nicht sogar wöchentlich. Damit gehen verkürzte Produktionszyklen und riesige Mengen unverkaufter Kleidungsstücke einher. Fast Fashion setzt Millionen um, doch den Preis zahlen Umwelt, Ressourcen und nicht zuletzt auch die Gesellschaft.

Das Problem der Überproduktion in der Modebranche

Es ist keine Seltenheit, dass Modeunternehmen deutlich mehr produzieren lassen als sie realistischerweise verkaufen können. Gründe dafür liegen im Ziel der maximalen Verfügbarkeit und im schnellen Bedienen von Trends. Umgerechnet auf ein einzelnes Kleidungsstück ist die Massenproduktion günstig und so wird vielfach lieber auf volle Lager als auf verpasste Verkaufschancen gesetzt. Dass die Einlagerung bzw. Aufbewahrung sowie der Weiterverkauf oder die Vernichtung ebenfalls Kosten verursachen, wird oft nicht einkalkuliert – ebenso wenig wie die massive Umweltverschmutzung, die damit einhergeht.

Einen grossen Teil dieser Überproduktion macht kurzweilige Trendkleidung im Zuge von Fast Fashion aus. Denn was heute „in“ ist, ist morgen oft schon überholt. Das führt dazu, dass mitunter ungetragene Kleidung direkt wieder im Müll landet. Diese Form der Verschwendung in der Modebranche steht im klaren Gegensatz zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

Der Weg zu Deponien und Co: Vom Must-have zum Textilabfall

 Jährlich entstehen so Millionen Tonnen an Textilabfällen – mehrheitlich handelt es sich dabei um Textilien, die nie getragen wurden und aus schnellen Herstellungsweisen stammen. Was mit den Textilien passiert? Oftmals landen sie auf Deponien, werden verbrannt oder exportiert. Dadurch wird ihr gesamter „Lebenszyklus“ vom Ausstoss von Treibhausgasen begleitet, was summiert zu enormen Mengen führt. Die zugehörige Umweltbelastung betrifft Wasser, Böden und Luft.

Viele der Materialien sind zudem nicht kreislauffähig. Recycling ist nämlich nicht mit jedem Mischgewebe oder nach bestimmten chemischen Verarbeitungen möglich. So wird die Modewirtschaft zu einem Kreislauf aus Produzieren, Konsumieren und Wegwerfen von teils ungetragener Kleidung. Und das kann aus ökologischer und ethischer Sicht nicht akzeptabel sein.

Nachhaltiger Gegenentwurf: Umdenken ist gefragt

Um unseren Planeten zu entlasten, helfen viele kleine Schritte eines jeden Einzelnen. Auch die eigene Garderobe hat Auswirkungen auf das grosse Ganze. Mit der Wahl von Marken, die auf faire Arbeitsbedingungen, nachhaltige Herstellungsweisen, zeitlose Designs und hohe Qualität setzen, kannst du dazu beitragen, den negativen Kreislauf der Massenproduktion zu durchbrechen. Verantwortungsbewusste Marken setzen nicht auf schnelle Produktionszyklen, sondern begrenzen ihre Produktion. In einigen Fällen wird Kleidung sogar nur auf Nachfrage hergestellt. Das kann zwar zu etwas längeren Wartezeiten führen, doch dafür hast du das gute Gewissen, der Überproduktion entgegenzuwirken.

Nachhaltige Marken entdecken

Werden nur begrenzte Stückzahlen gefertigt oder sogar auf Nachfrage hergestellt, reduziert das die Überproduktion. Die Anzahl unverkaufter Artikel lässt sich dadurch minimieren und es fallen weniger Textilabfälle an. Das wiederum führt zu einer geringeren Umweltbelastung und dem Ausstoss weniger Treibhausgase. Darüber hinaus wird die Wertschätzung für Kleidung neuentdeckt. Ein Geheimrezept, um lange Freude an Pullover, Hose und Co. zu haben, ist die Wahl von zeitlosen Klassikern.

Mehrwert durch Wissen und Transparenz

Nur wer die Problematik kennt, kann angemessen reagieren. Vielen Menschen ist nicht bewusst, was alles hinter einem günstigen T-Shirt stecken kann. In manchen Ländern ist die Vernichtung von Neuware noch immer gängige Praxis und es fehlen vielfach verbindliche Regelungen zur Vermeidung von Überproduktion. Modeunternehmen sollten daher transparent auftreten, sodass Konsumentinnen und Konsumenten die Chance gegeben wird, informierte Entscheidungen zu treffen. Bestenfalls für nachhaltige Marken.

Mit Faedah Collection stilvoll zum Perspektivwechsel

Ob du dich nun schon lange mit nachhaltiger Mode auseinandersetzt oder sie gerade erst für dich entdeckst: Bei Faedah Collection findest du eine wunderbare Auswahl an Kleidung und Accessoires von Marken mit Verantwortungsbewusstsein. Nachhaltigkeit ist nämlich kein Trend, sondern insbesondere in Anbetracht der Klima-Situation eine Notwendigkeit. Weniger ist oft mehr und für neue Kleidung oder etwa Yoga-Zubehör, stehen dir unsere vertrauenswürdigen Marken zur Verfügung. Bei uns findest du ein Sortiment, das Stil, Qualität und Verantwortung vereint.

Zurück zum Titel: Die Transformation von Ladenhütern zu einem Umweltproblem ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis etablierter Geschäftsmodelle. Indem wir Überproduktion hinterfragen und kreislauffähige Konzepte fördern, können wir die Modeindustrie nachhaltig verändern.

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